Dienstag, 4. Juli 2017

Rezension | Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz

Des Teufels Gebetbuch von Markus Heitz | Knaur Verlag | Broschiertes Taschenbuch | Roman | 672 Seiten | Preis 16,99 Euro | ISBN: 978-3-426-65419-4 | Erscheinungsdatum: 01.03.17

Der ehemalige Spieler Tadeus Boch gelangt in Baden-Baden in den Besitz einer mysteriösen Spielkarte aus einem vergangenen Jahrhundert. Alsbald gerät er in einen Strudel unvorhergesehener und mysteriöser Ereignisse, in dessen Zentrum die uralte Karte zu stehen scheint. Die Rede ist von einem Fluch. Was hat es mit ihr auf sich? Wer erschuf sie? Gibt es noch weitere? Wo könnte man sie finden? Dafür interessieren sich viele, und bald wird Tadeus gejagt, während er versucht, dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Plötzlich steigt der Einsatz: Es ist nicht weniger als sein eigenes Leben.

Mir gefällt das Cover richtig gut, vor allem weil es kein glattes Cover ist, sondern grifffest ist und natürlich so aussieht wie eine der Karten um die es im Buch geht. 

Tadeus Boch ist ein ehemaliger Spieler, er hat viele Schulden dadurch und arbeitet diese ab. Eher durch Zufall gelangt er an eine Karte des verfluchten Decks und wir somit in einen Strudel aus Morden, Angst und Intrigen gestoßen. Ich mochte ihn von all den Protagonisten am Liebsten, er erschien mir noch am klarsten vom Kopf her, obwohl auch er den Einfluss der Karten gespürt hat. Ich hab einen guten Draht zu ihm entwickelt und hab mich immer gefreut, wenn ein Kapitel mit ihm dran war. 
Hyun ist im Buch die meiste Zeit mit Tadeus unterwegs. Sie hat durch das Kartenspiel ihren Verlobten verloren und will herausfinden wie das geschehen konnte. Sie sucht einen Schuldigen, bei dem sie ihre Wut auslassen kann. Ich konnte sie sehr gut verstehen, ich würde, glaube ich, auch durchdrehen wenn mein Mann plötzlich verstirbt und ich weiß nicht warum. Auch sie war mir sympathisch, auch wenn sie zu Anfangs vielleicht etwas wahnsinnig wirkt.

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen, er ist einnehmend und man kommt sofort gut mit dem Geschehen zurecht. Jedoch musste ich für das Buch einen zweiten Anlauf wagen, denn erstmal hat es mir nicht so behagt. Es liegt keinesfalls am Schreibstil, ich denke eher das mich das allgemeine Thema eher abschreckt. Ich bin nicht jemand der gerne mit Karten spielt und allgemein auch nicht so Interesse dran habe. Dennoch wollte ich es wagen und dieses Buch lesen. Ich bin trotzdem nicht ganz warm mit der Geschichte geworden, obwohl ich das Buch bis zum Schluss gelesen habe. Die Spannung jedoch war grandios, es war zu keinem Zeitpunkt langweilig im Buch, man springt von der Vergangenheit (als die Karten gemacht wurden) und der heutigen Zeit hin und her, es gibt viele Protagonisten, aber trotzdem kommt man nicht durcheinander. Auch wenn mich diese Geschichte nicht ganz überzeugen konnte, so konnte mich der Autor dennoch überzeugen das dies nicht mein letztes Buch von ihm war. 

Markus Heitz, geboren 1971, studierte Germanistik und Geschichte. Kein anderer Autor wurde so oft wie er mit dem Deutschen Phantastik Preis ausgezeichnet, weshalb er zu Recht als Großmeister der deutschen Fantasy gilt. Mit der Bestsellerserie um "Die Zwerge" drückte er der klassischen Fantasy seinen Stempel auf und eroberte mit seinen Werwolf- und Vampirthrillern auch die Urban Fantasy. Markus Heitz lebt in Homburg.


Schreibstil 4/5
Charaktere 4/5
Spannung 5/5
Ende 4/5
Cover 4/5

Auch wenn mich die Thematik des Buches nicht ganz packen konnte, bin ich vom Schreibstil des Autors begeistert und freue mich schon auf das nächste Buch von Markus Heitz.

3 von 5 Chibis











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