Dienstag, 6. Juni 2017

Rezension | In einem fremden Wald von Doris Dörrie

In einem fremden Wald von Doris Dörrie | dtv Verlag | Taschenbuch | Roman | 112 Seiten | Preis 5,95 Euro | ISBN: 978-3-423-71746-5 | Erscheinungsdatum: 07.04.2017

Von ihrer Mutter in ein fremdes Land geschickt, gerät die zwölfjährige Pula gemeinsam mit ihrem Freund Pelge in einen unheimlichen Wald und findet Zuflucht im Haus einer kauzigen älteren Frau. Doch die scheinbare Sicherheit trügt: ein bedrohliches, monsterhaftes Wesen - halb Schlange, halb Riesenwurm - hat sich im Haus verschanzt, und es wird immer größer und gefährlicher und droht das Haus zu verschlingen ...

Zum Inhalt des Buches passt das Cover perfekt, ich finde es auch wunderschön. Das Haus in dem Wald ist sehr düster und man merkt direkt das es bei dem Buch um etwas unheimliches geht.

Pula ist für ihr alter schon sehr Erwachsen. Ihr verhalten hat mich immer wieder vergessen lassen das sie noch so jung ist, ich hätte sie wohl eher auf 17 Jahre geschätzt, statt auf 12. Sie musste schon einiges durchleben und dann schickt sie ihre Mutter auch noch auf eine Reise ins ungewisse. Sie hat keine Ahnung wo sie hinsoll und lebt von einem Tag auf den nächsten. Als sie dann Pelge kennen lernt ist sie wenigstens nicht mehr so alleine, aber wer der Junge überhaupt genau ist, verrät er auch nicht. 
Ich mochte Pula unheimlich gerne als Protagonistin und hab mit ihr gelitten und auch gebangt.

Zu Anfang war mir garnicht wirklich klar in welcher Zeit wir hier überhaupt spielen, ich dachte ehrlich gesagt auch aufgrund des Klappentextes, das es sich um ein Fantasyland handelt. Aber es spielt ganz normal in unserer Welt und auch zu einer ziemlich aktuellen Zeit. Aus welchem Land sie jedoch kommt und in welches sie reist wird nicht gesagt. 
Der Schreibstil war fesselnd und ich hätte mir noch viel mehr Seiten gewünscht, da man das Buch sehr schnell durch hat (ich selbst hab es an einem Nachmittag gelesen). Mir hat das Ende zwar nicht überragend gefallen, trotzdem war das Buch eine schöne Abwechslung. 

Doris Dörrie, geboren in Hannover, studierte Theater und Schauspiel in Kalifornien und in New York, entschloss sich dann aber, lieber Regie zu führen. ›Männer‹, ihr dritter Kinofilm, wurde ein Welterfolg. Parallel zu ihrer Filmarbeit (zuletzt der Spielfilm ›Grüße aus Fukushima‹) veröffentlicht sie Kurzgeschichten, Romane und Kinderbücher. Seit einigen Jahren hat sich Doris Dörrie auch als Opernregisseurin einen Namen gemacht. Sie lebt in München.


Schreibstil 4/5
Charaktere 5/5
Spannung 5/5
Ende 3/5
Cover 5/5

Ein Buch das einen fesselt und mitreißt. Mir hat die Geschichte gut gefallen und ich hätte am liebsten noch mehr Seiten gehabt. 

4 von 5 Chibis











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