Sonntag, 9. April 2017

Rezension | Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands von Salvatore Basile

Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands von Salvatore Basile | Blanvalet | Hardcover | Roman | 352 Seiten | Preis 19,99 Euro | ISBN: 978-3-7645-0600-1 | Erscheinungsdatum: 13.03.2017

Um was geht es?

Seit seine Mutter ihn als Kind verlassen hat, lebt der dreißigjährige Michele von der Außenwelt abgeschottet im Bahnhofshäuschen eines verschlafenen, idyllischen Dorfs in Italien. Seine einzige Gesellschaft sind die liegengebliebenen Gegenstände, die er im täglich ein- und ausfahrenden Zug einsammelt und in seinem Zuhause um sich schart. Doch dann begegnet ihm Elena, die sein Leben wie ein Wirbelwind auf den Kopf stellt und ihn aus seiner Einsamkeit reißt. Als er kurz darauf sein altes Tagebuch wiederfindet, das seine Mutter damals mitnahm, als sie aus seinem Leben verschwand, gibt dies den Anstoß für eine wundersame Reise quer durch Italien, die Micheles ganzes Leben verändern wird …


Meine Meinung:

Das Buch hatte ich auf meiner Wunschliste und hab mich umso mehr gefreut, als ich es bei einer Lovelybooks Leserunde gewonnen habe.

Im Buch geht es um Michele, der sehr abgeschottet lebt. Ohne soziale Kontakte, nur mit Gegenständen die er im Zug sammelt, lebt er in einem kleinen Haus am Bahnhof, an dem er arbeitet. Mir tat er unglaublich leid und ich hatte das Gefühl das er im Kopf noch ein Kind geblieben ist, weil er nichts von der Welt weiß und sich  nicht raus traut.
Das ändert sich aber als er sein altes Tagebuch im Zug findet, das seine Mutter mitgenommen hatte, als sie ihn damals verlassen hat. Das bringt ihn dazu auf die Suche zu gehen. 
Die Entwicklung die Michele durchmacht hat mir durchaus gefallen, er ist Selbstbewusster geworden und glücklicher. Mich hat es sehr für ihn gefreut und ich konnte da sehr gut mitfühlen. 
Leider war das nicht immer so. Oft kam er mir auch sehr fremd und eigenbrödlerisch vor. Seine Handlungen waren nicht immer nachvollziehbar, was manchmal etwas gestört hat.

Der Schreibstil des Buches war okay. Es gab Szenen, die haben nicht so gut ins Buch gepasst und hätten auch weggelassen werden können. Einige Personen im Buch waren mir leider auch eher unsympathisch, obwohl das so vom Autor wahrscheinlich garnicht gedacht war.
Auch der Plot war manchmal etwas holprig und schleppend. Dann wiederum gab es Szenen, die haben mir unglaublich gut gefallen und die mich sehr berührt haben.
Im großen und ganzen war die Geschichte ein auf und ab.


Der Autor:
Salvatore Basile wurde in Neapel geboren und lebt heute in Rom, wo er als Drehbuchautor und Regisseur arbeitet. Seit über zehn Jahren lehrt er kreatives Schreiben an der Alta Scuola in Media Communicazione e Spettacolo dell’Università Cattolica in Mailand. Die wundersame Reise eines verlorenen Gegenstands ist sein erster Roman.


Links:


Fazit:
Ein schönes Buch für nebenbei, aber leider hat es mich doch eher enttäuscht. Ich hab mir von der Geschichte viel mehr erwartet.

3 von 5 Chibis


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