Freitag, 24. Februar 2017

Rezension | Der Kreis der Rabenvögel von Kate Mosse

Der Kreis der Rabenvögel von Kate Mosse | Droemer-Knaur Verlag | Roman | Hardcover | 400 Seiten | Preis 19,99 Euro | ISBN: 978-3-426-28146-8 | Erscheinungsdatum: 10.01.17

Um was geht es?

England, 1912. Connie, die Tochter des Tierpräparators Gifford, lebt zurückgezogen mit ihrem Vater in der Nähe des kleinen Dorfes Fishbourne. Connie kann sich seit einem Sturz vor vielen Jahren nicht mehr an ihre Kindheit erinnern; ihr Vater verweigert jegliche Auskunft. Connie spürt, dass etwas nicht stimmt, denn erste Erinnerungsfetzen kehren zurück, sie fühlt sich beobachtet und verfolgt. Als man eine Leiche in den Sümpfen findet, holt die Vergangenheit Connie, ihren Vater und eine Reihe scheinbar unbescholtener Bürger auf grausame Weise ein.


Meine Meinung:

Das Cover gefällt mir sehr gut, ich liebe dieses düstere und bedrückende, das direkt Lust auf die Geschichte dahinter macht. Selten hab ich so ein schönes Cover in Schwarz-Weiß gesehen.

Die Protagonistin Connie ist eine sehr eigenständige junge Frau. Sie ist ohne ihre Mutter aufgewachsen, lebt aber bei ihrem Vater, dem Tierpräperator. Seit ihrem Unfall in ihrer Kindheit leidet Connie an Anfällen - ich würde sie als Flash Backs ihrer Erinnerung betiteln - und lässt daher nur sehr wenige Leute an sich heran. Immer wieder fallen ihr Bruchstücke ihrer Kindheit ein: eine weibliche Stimme, das Gefühl von Liebe ect.
Ich mochte sie als Protagonistin unglaublich gerne, da sie auch ein sehr ruhiger Mensch ist, sehr gewissenhaft und Respekt vor den Tieren hat, die sie und ihr Vater präparieren.

Der Schreibstil des Buches war sehr flüssig und wunderbar zu lesen. Wir folgten nicht nur Connie im Haupt-Handlungsstrang sondern noch vielen weiteren Personen. Zum Beispiel dem Dienstmädchen Mary, das für Connie und ihren Vater arbeitet. Einen jungen Maler und noch mehr.
Am Ende von manchen Kapiteln findet man ausschnitte aus einem Tierpräperatorbuch mit Anleitungen wie man das ganze machen kann. Ich fand das ganze sehr interessant und es hat gut zur Geschichte gepasst, denn das Buch wurde des öfteren erwähnt.
Auch findet man manchmal noch andere Schriften nach den Kapiteln, bei denen der Leser erst einmal heraus finden muss um was es sich dabei handelt. 
Für mich kam die düstere Stimmung des frühen 20. Jahrhunderts sehr gut rüber. Ich hatte das Gefühl als Person direkt neben den Geschehnissen zu stehen und dabei zuschauen zu können. Der Schluss des Buches war furchtbar spannend und alles hat sich noch einmal zugespitzt, aber man erfährt auch endlich was mit Connie passiert ist. Alles in allem eine wunderbare Geschichte.


Die Autorin:
Kate Mosse, eine der Initiatorinnen des Baileys Women's Prize For Fiction (vormals Orange Prize), arbeitet für Rundfunk und Fernsehen. Für BBC Four moderiert sie eine wöchentliche Sendung, in der Autoren und ihre Bücher vorgestellt werden. Kate Mosse hat Romane und Sachbücher geschrieben, vor ihrer Arbeit für Rundfunk und Fernsehen war sie stellvertretende Intendantin des Chichester Festival Theatre in West Sussex. Sie ist Mitglied der Royal Society of Arts. Mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern lebt sie in West Sussex und in Carcassonne. Ihr erster Roman "Das verlorene Labyrinth" wurde ein Weltbestseller. Es folgten die Romane "Die achte Karte", "Wintergeister", "Die Frauen von Carcassonne" und "Der Kreis der Rabenvögel".


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Fazit:
Ein Buch das ich nicht so schnell vergessen werde, einfach grandios geschrieben und durchdacht.

5 von 5 Chibis




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