Freitag, 14. Oktober 2016

Rezension | Elanus von Ursula Poznanski

Elanus von Ursula Poznanski | Loewe Verlag | Broschierte Ausgabe | Preis: 14,95 Euro | ISBN:
978-3-7855-8231-2 | Seiten: 416 | Erscheinungsdatum: 22. August 2016 | Ab 14 Jahren

Um was geht es?

Es ist klein. Es ist leise. Es sieht alles.

Jona ist siebzehn und seinen Altersgenossen ein ganzes Stück voraus, was Intelligenz und Auffassungsgabe betrifft. Allerdings ist er auch sehr talentiert darin, sich bei anderen unbeliebt zu machen und anzuecken. Auf die hervorgerufene Ablehnung reagiert Jonas auf ganz eigene Weise: Er lässt sein privates Forschungsobjekt auf seine Neider los: eine Drohne. Klein, leise, mit einer hervorragenden Kamera ausgestattet und imstande, jede Person aufzuspüren, über deren Handynummer Jona verfügt. Mit dem, was er auf diese Weise zu sehen bekommt, kann er sich zur Wehr setzen gegen Spott und Häme.
Doch dann erfährt er etwas, das besser unentdeckt geblieben wäre, und plötzlich schwebt er in tödlicher Gefahr.

Meine Meinung:

Ich hab das Buch bei einer Leserunde gewonnen und habe mich total gefreut, da ich großer Fan der Autorin bin. Spätestens nach "Erebos" war ich ihr total verfallen. Da musste natürlich auch das neueste Werk her und umso besser wenn man das ganze noch mit anderen zusammen besprechen kann.

Bereits das Cover gefällt mir sehr gut, ich liebe die Farbe grün und die Camera der Drohne sieht gleichzeitig faszinierend und furchteinflößend aus. 

Beim Protagonisten musste ich erstmal schlucken, selten hat man so jemand egoistisches und unsympathischen als Hauptperson. Das ändert sich während des Buches etwa erst ab der hälfte, da wird er etwas umgänglicher und man blickt etwas hinter die harte Schale von Jona. Zum Ende hin mochte ich ihn immer noch nicht unglaublich, aber er war annehmbar, was mir das lesen erheblich erleichtert hatte.

Auch wenn ich das Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen habe ist dies jedoch eins der schwächsten Bücher der Autorin. Es ist ganz klar zeitgerecht, da Drohnen momentan total "in" sind und man sie überall kaufen kann. Jedoch hat für mich die Geschichte nie so richtig fahrt aufgenommen, vom Ende war ich leider auch eher enttäuscht und es war mir zu schnell. Es schien fast so als hätte das Buch schnell zu Ende geschrieben werden müssen. Ich hätte mir da etwas spektakuläres Gewünscht. 
Trotzdem hat das Buch eine interessante Geschichte, die mir von der Idee her gut gefallen hat.

Die Autorin:
Ursula Poznanski, geboren in Wien, studierte sich einmal quer durch das Angebot der dortigen Universität, bevor sie nach zehn Jahren die Hoffnung auf einen Abschluss begrub und sich als Medizinjournalistin dem Ernst des Lebens stellte. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie Kinderbücher zu schreiben. Ihr Jugendbuchdebüt Erebos erhielt zahlreiche Auszeichnungen (u. a. den Deutschen Jugendliteraturpreis) und machte die Autorin international bekannt. Inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Jugendbuchautorinnen Deutschlands und schreibt zudem Thriller-Bestseller für Erwachsene. Sie lebt mit ihrer Familie im Süden von Wien.

Mein Fazit:
Eine gute Geschichte, der aber irgendwie doch etwas gefehlt hat. Trotzdem Lesenswert.

3 von 5 Chibis


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