Donnerstag, 15. September 2016

Rezension | Mirror von Karl Olsberg

Mirror von Karl Olsberg | Aufbau Verlag | ISBN 978-3-7466-3234-6 | Taschenbuch 12,99 Euro | 400 Seiten | Thriller | Auch als Ebook erhältlich

Um was geht es?
Dein Mirror kennt dich besser als du selbst.
Er tut alles, um dich glücklich zu machen.
Ob du willst oder nicht.

Wie digitale Spiegelbilder wissen Mirrors stets, was ihre Besitzer wollen, fühlen, brauchen. Sie steuern subtil das Verhalten der Menschen und sorgen dafür, dass jeder sich wohlfühlt. Als die Journalistin Freya bemerkt, dass sich ihr Mirror merkwürdig verhält, beginnt sie sich zu fragen, welche Macht diese Geräte haben. Dann lernt sie den autistischen Andy kennen und entdeckt, dass sich die Mirrors immer mehr in das Leben ihrer Besitzer einmischen – auch gegen deren Willen.

Als sie mit ihrem Wissen an die Öffentlichkeit geht, hat das unabsehbare Folgen …


Meine Meinung:

Das Cover:
Ich finde das Cover ist sehr gelungen, der Mirror ist ja ein Computergerät, daher passen die Zahlen wirklich sehr gut zum Cover, auch das das ganze Ding würfelförmig aussieht macht das ganze irgendwie noch Roboterhafter...

Die Protagonisten:
In diesem Buch haben wir ein paar mehr Protagonisten, als man sonst allgemein hat, was ich aber nicht schlimm finde. 

Andy: Er ist Autistisch veranlagt bzw. hat das Asperger Syndrom (leider weiß ich hier nicht viel darüber), durch seinen Mirror lernt er wie er die Gesichter der Menschen deuten kann, denn dieser sagt ihm alles vor. Außerdem lernt er durch seinen Mirror das erste mal ein Mädchen kennen, mit dem er sich trifft.

Lukas: Er ist ein bisschen zurückgeblieben und macht viele dumme Entscheidungen. Zum Beispiel lässt er sich ein Tattoo für eine Frau stechen, die ihn garnicht wirklich liebt, doch er hat es nicht gemerkt. Er lässt sich mit seinem Mirror neu verkuppeln und findet sogar einen Job durch ihn. 

Freya: Sie ist eine Journalistin für eine Englische Zeitung. Doch sie entdeckt auch, das ihr Mirror ein Eigenleben entwickelt, nachdem sie darüber berichten will gerät sie in große Gefahr.

Jack: Er verkauft Drogen und kommt an die falschen Leute. Durch Diebstahl gelangt er auch an einen Mirror, doch er ist ständig auf der Flucht vor den Männern des Drogenbosses, die ihn töten wollen.

Carl und Erik: Die beiden haben den  Mirror entwickelt.


Der Schreibstil:
Ich bin erstaunt wie schnell ich dieses Buch gelesen habe, der Schreibstil war so fließend und spannend, das ich das Gefühl hatte die Seiten fliegen nur so an mir vorbei. Etwas verwirrend fand ich die vielen Protagonisten, aber dadurch das ich mir meist beim Lesen Notizen mache, konnte ich immer mal wieder spicken wer denn nun wer ist. 
Die Story ist wirklich super ausgearbeitet, an alles wurde gedacht und mir hat es an nichts gefehlt, die Protagonisten hatten alle ihr Eigenleben und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen.

Der Autor:
Karl Olsberg promovierte über künstliche Intelligenz, war Unternehmensberater, Manager bei einem Fernsehsender und gründete zwei Unternehmen in der New Economy, darunter eine Softwarefirma, die von der Wirtschaftswoche als "Start up des Jahres 2000" ausgezeichnet wurde. 2005 gewann er mit der Kurzgeschichte "Taubers Sammlung" den Schreibwettbewerb des Buchjournals und begründete so seine literarische Karriere.

2007 erschien sein erster Roman "Das System", der es auf Anhieb in die SPIEGEL-Bestsellerliste schaffte und für den Kurd Laßwitz-Preis nominiert wurde. Seine Minecraft-Romane um die "Würfelwelt" erreichten jeweils Platz 2 der Amazon-Bestsellerliste und sind auch in den USA erfolgreich. Olsberg hat drei Söhne und lebt in Hamburg.

Links:
Homepage vom Autor: http://karl-olsberg.jimdo.com
Verlagsseite: http://www.aufbau-verlag.de/index.php/mirror.html

Mein Fazit:
Ein tolles Buch mit einer Geschichte die vielleicht gar nicht so weit hergeholt ist.

von mir gibts 5 von 5 Chibis


1 Kommentar:

  1. Hallo Sally,

    das Buch habe ich auch schon ins Auge gefasst, weil ich glaube auch, dass diese Mirrors gar nicht so aus der Luft gegriffen sind. Ich wusste gar nicht, dass der Autor auch "Das System" geschrieben hat. Das Buch hat mir damals sehr gut gefallen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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