Mittwoch, 28. September 2016

Rezension | Alkatar von Anja Fahrner

Alkatar von Anja Fahrner | Emmerich Books & Media | Ebook | Preis: 4,95 Euro | ISBN: 978-1533142801 | Seiten: 408 | Erscheinungsdatum 16. Juni 2016

Um was geht es?
2030 – Die Menschen haben die Erde an den Rand einer Katastrophe gebracht, doch jenseits unseres Sonnensystems ist diese Entwicklung nicht unbemerkt geblieben.

Die Laurasier, entfernte Vorfahren der Menschen, starten eine verborgene Rettungsaktion, um den Fortbestand der menschlichen Spezies zu sichern: Freiwillige sollen auf dem erdähnlichen Planeten Zadeg einen Lebensweg im Einklang mit der Natur erlernen.

Doch der Verantwortliche der Mission, der laurasische Heerführer und Telepath Alkatar, wird schon bald mit den Abgründen der menschlichen Natur konfrontiert. Als ein intergalaktischer Krieg Zadeg von der Außenwelt abschneidet, setzt sich eine dramatische Entwicklung in Gang ...

Meine Meinung:

Mich hat die Autorin des Buches angefragt ob ich dieses Ebook gerne lesen möchte, nach Lesen des Klappentextes habe ich ihr bescheid gegeben das ich es gerne lesen würde, da es sich sehr interessant angehört hat. Außerdem möchte ich mich ja gerade im Bereich Science Fiction etwas belesener machen, also warum nicht mit diesem Ebook?

Alkatar ist unser Hauptprotagonist, wir lernen ihn kennen als er gerade "Erwachsen" wird und seine Sippe verlassen muss um eine neue zu finden und seine Zukunft aufzubauen. Dies geht jedoch ein wenig schief und Alkatar ist erstmal in einer Stadt gefangen in der er zunächst Ausgeraubt wird und dann bei einem Schmied arbeiten muss, bei dem er quasi seine Schulden abarbeitet, die der Schmied für das Aufpäppeln des Jungen verlangt.
Viele Jahre später sollen wir ihn dann auch wieder sehen und sein Leben weiter verfolgen, hier möchte ich aber auch nicht zu sehr Spoilern. 
Ich mochte Alkatar jedenfalls sehr gerne, er hat Gefühle und denkt nicht nur an sich, leider können ihm diese Gefühle auch zum Verhängnis werden, wie er später ebenfalls bemerken wird. Jedoch ist er immer Aufrichtig und steht zu seinen Entscheidungen, das gefällt mir.
Dann haben wir noch Stefa, sie ist ein Mensch und ist eher ein Mauerblümlchen, das man an der Hand führen muss. Sie ist nicht selbstständig und hat auch kein Selbstbewusstsein, was ich sehr schade fand. Dabei ist sie so liebenswürdig und könnte keiner Fliege etwas zu leide tun. Leider wird sie genau aus diesem Grund auch von ihrem Bruder ausgenutzt. Heinrich nennt sie Steffchen, was diese garnicht leiden kann und unterbuttert sie ständig. Ich muss sagen Heinrich ist mir in dieser Geschichte ein richtiger Dorn im Auge gewesen, solche Menschen braucht es echt nicht. Aber genau das macht diese Geschichte auch mit Lesenswert, denn man will wissen was aus den Geschwistern wird und ob Stefa sich noch gegen ihren Bruder behaupten kann.

Der Schreibstil der Geschichte hat mir gut gefallen. Wir spielen in verschiedenen Zeitzonen, die aber immer am Anfang des Kapitels mit angegeben werden. Auch die verschiedenen Welten und Wesen sind schön ausgearbeitet und interessant gestaltet. Ich konnte mir alles sehr gut bildlich vorstellen, was das ganze natürlich um einiges einfacher gemacht hat. 
Die Spannung des Buches war auch immer da, denn bei jedem Handlungsstrang wurde man direkt mitgerissen mit dem jeweiligen Protagonisten. 

Die Autorin:
Anja Fahrner, geboren 1968 im hügeligen Taunus, schloss nach dem Abitur eine Ausbildung zur Gärtnerin ab. Es folgte das Studium der Psychologie und eine zwölfjährige Tätigkeit als Neuropsychologin in einer neurologischen Rehabilitationsklinik. Neben der Arbeit mit den Patienten entwickelte sie auf Klinikebene Konzepte zum Gedächtnis-, und Konzentrationstraining, führte sie durch und leitete im Rahmen des Qualitätsmanagements die Arbeitsgruppe Patientenbefragung.
2014 hat sie sich einen lang ersehnten Wunsch erfüllt: einen nachhaltigeren Lebensstil. Sie ist zusammen mit ihrem Ehemann freiwillig aus dem Erwerbsleben ausgeschieden und wohnt direkt an ihrem Selbstversorgergarten, der einen erheblichen Teil ihrer Ernährung deckt.
2009 entstand in ihrem Kopf ein eigenes Universum, die Bühne gesellschaftskritischer Science-Fiction Geschichten. Ihr erstes Buch Alkatar erschien am 17. Juni 2016 bei Emmerich Books & Media.

Links:

Mein Fazit:
Das Buch hat mir super gefallen und ich würde gerne mehr von dieser Autorin lesen. 

5 von 5 Chibis von mir




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