Sonntag, 26. April 2015

[Rezension] Schmerz - eine Befreiungsgeschichte von Harro Albrecht




Verlag: Pattloch (Droemer-Knaur-Gruppe)
Seiten: 607
ISBN: 978-3629130389
Preis: Gebunden 24,99 € Ebook: 21,99 €

Leseprobe












Kurzbeschreibung:
Schmerz ist eine menschliche Ur-Erfahrung und das Symptom, das Menschen am häufigsten zum Arzt treibt. Mehr als 16 Millionen Deutsche leiden unter andauernden oder wiederkehrenden Schmerzen. Doch die Schmerzmittel, die ihnen verordnet werden, haben mitunter schwere Nebenwirkungen und helfen nicht immer. Die Lösungsvorschläge der Pharmaindustrie und der Biomedizin erweisen sich zunehmend als Sackgasse. An ihre Stelle sind Neurobiologen, Psychologen und Soziologen getreten, die einen neuen Blick auf das Phänomen Schmerz erlauben. Der Arzt und Wissenschaftsjournalist Dr. med. Harro Albrecht, Jahrgang 1961, führt ebenso spannend wie erkenntnisreich durch die Welt des Schmerzes. Er spricht mit Medizinern, mit Naturwissenschaftlern ebenso wie mit Geisteswissenschaftlern, mit Leidenden, mit Hoffnungsvollen, mit lustvollen Schmerzgenießern und mit Verzweifelten. Sein Resümee: Schmerz ist weit mehr als eine körperliche Empfindung. Schmerz besitzt auch eine gesellschaftliche Dimension und erzählt von unserem Geist-Körper-Verhältnis ebenso wie von kulturellen Prägungen und religiösen Wertorientierungen. Diese Erkenntnis macht Mut: Linderung ist möglich. Aber wir müssen lernen, anders mit Schmerzen umzugehen.

Meine Meinung:

Ganz vorweg: Dieses Buch ist kein Ratgeber, wer in diesem Buch auf die Ultimative Waffe gegen Schmerz hofft ist hier falsch.

Dieses Buch beschäftigt sich intensiv mit dem Thema Schmerz. Wir finden hier tolle Ausführungen über bestimmte Themen wie z.b: 

Menschen die keinen Schmerz empfinden können - das fand ich sehr interessant doch andererseits macht es auch Angst, denn man weiß nie ob man sich etwas getan hat (z.b. Knochenbrüche ect.).
Hierzu bekommt man auch ein paar Briefe von einem Inder namens Raj zu lesen, der aber nicht näher auf das Thema eingehen zu wollen scheint.

Die Suche nach einem alternativen Mittel gegen Schmerz z.b. durchtrennen der Nerven (was ich einerseits schon sehr interessant finde, andererseits doch etwas zu viel des guten) oder Therapie mit Strom (was nicht gerade ungefährlich ist)

Die Schmerzforschung im laufe der Zeiten - hier kann man lesen wie früher die Leute ohne Narkose und sonstigem operiert wurden bevor so etwas wie eine Narkose und Schmerzmittel überhaupt erfunden wurden. Ein gruseliger Gedanke und ich bin wirklich froh in einer Zeit mit zu Leben in der es so etwas nicht mehr gibt.

Was mich etwas an diesem Buch gestört hat ist das die Themen nicht wirklich sortiert waren, sondern eher unwillkürlich zusammen geworfen scheinen. Oft liest man Wiederholungen oder gleich geschriebene Sätze, die irgendwann nerven. 
Trotzdem gibt das Buch sehr viele Informationen zum Thema Schmerz und ich als Schmerzpatientin fand das Buch sehr interessant.
Lustigerweiße sollte ich vielleicht noch anmerken das ich sogar beim Lesen manchmal so intensiv an meine Schmerzen gedacht habe, das ich regelrecht Kopfschmerzen davon bekommen hatte und das Buch des öfteren mal weg legen musste - Hirngespinste? Vielleicht, aber auf jeden Fall interessant.

von mir gibts 3 von 5 Chibis



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